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June 12 2018

"Gut, wenn Kreative zeigen, was sie können" - nachrichten.at


nachrichten.at

"Gut, wenn Kreative zeigen, was sie können"
nachrichten.at
Ihre Räumlichkeiten will auch die Film- und Videoproduktionsfirma Forafilm präsentieren. Bei der Premiere der Open Studios im Vorjahr war Sinisa Vidovic als Projektpartner dabei, dieses Mal lädt er gemeinsam mit seinem Team Besucher in sein neues Büro ...

June 01 2018

Ein faires Filmfestival braucht faire Arbeitsverhältnisse

Filmfestivals werden in Österreich oft mitgetragen von unbezahlten oder prekär beschäftigten MitarbeiterInnen. Das Vienna Shorts Filmfestival (VIS) wagte es heuer, dieses Thema in einer eigenen Veranstaltung anzusprechen. Die Lösung des Problems ist schwierig, doch erste Ansätze zeichneten sich ab.

Festivalarbeit als Berufsbild ist ein relativ neues Phänomen in Österreich. Dabei handelt es sich von Menschen, die professionell bei Filmfestivals (oder auch anderen Festivals) mitarbeiten, d.h. zumindest einen Teil ihres Lebensunterhalts auf diese Weise finanzieren. Sie kümmern sich dort beispielsweise um Programminhalte, betreuen die Gäste oder koordinieren hinter den Kulissen. Dabei finden sie sich oft in Beschäftigungsverhältnissen wieder, die schlechter sind als in etablierten Branchen. Konkrete Problemfelder sind faire Löhne und die soziale Absicherung. Am diesjährigen VIS fand am 30. Mai im Metro Kino eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema statt, an der sich VertreterInnen verschiedener Interessensgruppen beteiligten.

© VIS / Hanna Pribitzer

Als eine Möglichkeit, die Situation zu verbessern, wurde eine Erhöhung der Fördermittel für Filmfestivals ins Spiel gebracht. Barbara Fränzen vom Bundeskanzleramt erklärte, dass die Budgets beschränkt seien. Während die Budgets wachsen, würden auch die Festivals wachsen. Gleichzeitig gebe es immer mehr Filmfestivals, die um Förderungen ansuchen. Es würden jedenfalls keine Förderungen bewilligt, wo die Bezahlung des Teams nicht berücksichtigt wurde.

Dieser Ansicht widersprach Kurt Brazda, Mitglied des IMAGO Working Conditions Committee und Regisseur: Es gebe immer genug Geld, „nur nicht für uns“. FestivalarbeiterInnen seien währenddessen gefährdet, in die Armut abzurutschen.

Grit Lemke stellte die Initiative „Festivalarbeit gerecht gestalten“ vor, die 2016 gegründet wurde und das Thema in Deutschland vorantreibt. Dort hat sich die Initiative mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verbündet. Für Österreich sei ein ähnlicher Weg vorstellbar.

(v.l.n.r.:) Daniel Ebner, Grit Lemke, Katja Wiederspahn. © VIS / Hanna Pribitzer

Derzeit sei die Hauptaufgabe, Daten zu sammeln, meint Lemke. In einem ersten Schritt sollen Berufsbilder auf Filmfestivals und deren Bezahlung erhoben werden, um daraus Richtlinien entwickeln zu können. In Deutschland sei eine solche Erhebung bereits im Gange. In Zukunft könnte man auf Basis dieser Daten Kollektivverträge entwickeln. Ein Problem dabei würden nicht angestellte Personen darstellen, da sie von solchen Regelungen nicht betroffen sind. Bezüglich Förderungen kritisierte Lemke, dass die Bezahlung des Teams bei Förderansuchen zu wenig berücksichtigt werde. Katja Wiederspahn, die als Programmkoordinatorin und -beraterin für die Diagonale arbeitet, sprach sich für mehr Transparenz aus. Es komme vor, dass FestivalarbeiterInnen nicht wissen, wieviel ihre KollegInnen verdienen. Die Bezahlung hänge dann stark vom persönlichen Verhandlungsgeschick ab.

Daniel Ebner, Moderator und Künstlerischer Leiter des VIS, gab einen Einblick in die Planung des eigenen Festivals. Es sei nicht sinnvoll, auf Kosten der MitarbeiterInnen mehr Programm anzubieten: „Wir haben gestrichen, was wir uns nicht leisten konnten.“ Kollege Benjamin Gruber (Kaufmännischer Leiter VIS) brachte aus dem Publikum die Frage ein, an wen sich die Forderungen richten sollten. Als Festivalleiter sei er in einer Doppelrolle. Auch Markus Zöchling, Mitarbeiter bei Diagonale, Viennale, Crossing Europe und anderen Festivals, sprach diese Doppelrolle an. Als Personalverantwortlicher sei er Ansprechperson für seine KollegInnen, gleichzeitig aber selbst von anderen Stellen abhängig. Während er für die Bezahlung des Teams ein hohes Minumum angesetzt habe, sei es schwierig, mehr zu zahlen. Dafür müssten die Fördermittel weiter steigen. Eine Gewerkschaft wäre eine sinnvolle Organisationsform für diese Probleme, antwortete Lemke. Diese biete einen Rahmen für Diskussionen.

(v.l.n.r.:) Kurt Brazda, Markus Zöchling, Barbara Fränzen. © VIS / Hanna Pribitzer

Als weitere Maßnahme schlug Lemke vor, Betriebsräte zu gründen. Auch Wiederspahn stimmte zu. Problem dabei sei aber, so Lemke, dass freie MitarbeiterInnen darin kein Mitspracherecht hätten. Brazda, der Gewerkschaften als wichtige Vertretung ansprach, kritisierte den Umstand, dass nur Angestellte vertreten würden. Es brauche eine Gesetzesänderung, um auch die übrigen FestivalarbeiterInnen einzuschließen. Klassische Anstellungen würden abnehmen, der Trend gehe zu sogenannten neuen Selbstständigen, beziehungsweise „neuen Abhängigen“. Auch deren Interessen müssten vertreten werden. Fränzen war ebenso der Meinung, dass die entsprechenden Gewerkschaften mehr Mitglieder haben sollten, um ihren Einfluss auszubauen. Sie könne sich auch vorstellen, dass Gewerkschaften bei der Entscheidung, welche Förderungen bewilligt werden, in Zukunft mitverhandeln. Lemke schlug außerdem vor, die Marke „Fair Festival“ auch für Filmfestivals zu etablieren, wie es in der Vergangenheit mit „Fair Film Production“ gelungen sei. Dadurch könne die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam gemacht werden.

Alle DiskutantInnen befürworteten schließlich, dass sich FestivalarbeiterInnen organisieren sollten, um besser über ihre Forderungen verhandeln zu können. Auch aus dem Publikum kamen entsprechende Aufrufe. Besonders gegenüber der Regierung entstehe so eine bessere Position. Wie dieses Ziel konkret erreicht werden kann, muss noch geklärt werden.

Das Vienna Shorts Filmfestival läuft noch bis zum 4. Juni 2018. Info und Tickets unter viennashorts.at.

May 22 2018

Röda-Doku im Star Movie: Jedem Dorf sein Underground - Tips - Total Regional


Tips - Total Regional

Röda-Doku im Star Movie: Jedem Dorf sein Underground
Tips - Total Regional
STEYR. Der gebürtige Steyrer und in Wien lebende Regisseur Jakob M. Kubizek (TV-Serie „Ochs im Glas“) erzählt mit einem neuen Film, wie das Kulturhaus Röda entstand. Eine Geschichte voller Musik, rebellischem Tatendrang und ...

May 14 2018

le_mol: Heads Heads Heads

Ja, es gibt sie noch, diese musikalischen Kleinode, in die man sich verlieren kann. Und ja, es gibt noch Artists, deren Songintro nicht nach einigen Sekunden erledigt ist. Hat man dazu noch eine gewisse Affinität zu Post-Rock, dann ist das dritte Album von le_mol wärmstens zu empfehlen. Mit „Heads Heads Heads“ ist dem Wiener Instrumetal-Rock-Duo einmal mehr eine Platte gelungen, in die man sich zwar hineinhören muss, dafür dann aber ein umso intensiveres Hörerlebnis erleben darf.

Zuallererst ein Rückblick: bis vor ein paar Jahren hat uns le_mol eigentlich noch gar nichts gesagt. Quasi zufällig sind wir 2015 im Rahmen einer Crossing-Europe-Nightline in der Linzer KAPU auf dieses musikalische Kleinod gestoßen, und schon das damalige Album „Kara Oh Kee“ hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht zuletzt deswegen, weil es schwer vorstellbar scheint, dass zwei Artits diese Fülle an Instrumentals live einspielen können. 2018 ist mit „Heads Heads Heads“ das neue, sieben Tracks umfassende Album erschienen. Bereits im März hat es das Licht der Welt erblickt – die Review erscheint erst jetzt. Und das aus einem guten Grund. Denn „Heads Heads Heads“ ist bei weitem keine Platte, die man mal „so nebenbei“ hören sollte – ein paar Stunden sollte man inklusive emotionaler Verarbeitung schon einplangen. le_mol sind sich selbst treu geblieben. Loopen tun sie noch immer, und das auf einem Niveau, das man so in diesem Lande wohl kein zweites Mal finden kann. Wie heißt es im zum Album dazugehörenden Pressetext so schön? „le_mol zelebrieren die harmonische Disharmonie“ – und besser könnte man die Platte auch nicht beschreiben. Denn verspielte Klavierpassagen werden durch Post-Rock-Gitarren unterbrochen, dass es eine Freude ist. Von Streichern untermalt ergibt sich teilweise ein komplexes Klangbild, das den Zuhörer fordert, es dabei aber schafft, ihn nicht zu überfordern. Besonders deutlich wird dies dann vor allem beim letzten Song der Platte, dem Zehn-Minuten-Brett „The Sun Like a Sneaky Keyhole View of Hell“. Ungefähr genauso verschachtelt wie der Titel sind auch die Arrangements – im absolut positiven Sinne gemeint.

Denn le_mol schaffen bei mir etwas, was nur mehr wenige Alben schaffen: mich von Anfang an bis zur letzten Note an die Kopfhörer zu fesseln. Von „Inside Your“ angefangen, das mit angenehmem Pianogeklimper (bitte nicht abwertend verstehen!) die Einleitung bildet, ergeben sich während der nächsten Dreiviertelstunde Klangwelten, die auch Kritiker des oft zitierten „Postrock-Einheitsbreis“ zufriedenstellen sollten. Tracks wie „7udud Lurati Ta3ni 7udud 3alami“ (ja, ich gebe es zu, an dieser Stelle copy/paste getrieben zu haben!) sind das perfekte Beispiel, wie man den Hörer auf eine Post-Rock-Achterbahnfahrt mitnimmt. Kaum glaubt man, dass man wieder unten angelangt ist, hebt der Track wieder in andere Sphären ab. Ohne jemals fad zu werden. Sebastian Götzendorfer und Raimund Schlager haben hier ein Werk geschaffen, an das sich andere Bands ruhig mal ein Beispiel in Sachen Experimentierfreudigkeit, Aus-Der-Schublade-Rausdenken und musikalischen Arrangements machen sollten. Viele würden ob der Komplexität wohl scheitern – denn es ist genau diese Komplexität, die le_mol so hörenswert macht. Ein heißer Tipp für Top-Ten-Listen der besten Platten des Jahres – und solltet ihr die Jungs mal live sehen: ihr werdet es nicht bereuen!

Weitere Infos:
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Homepage
„Heads Heads Heads“ ist am 2.3. auf Panta R&E erschienen. Auf allen gängigen Plattformen als CD, Vinyl und Download erhältlich! 

May 01 2018

Crossing Europe 2018: Einen Festivalpass, bitte!

Pünktlich zum 15 jährigen bestehen des Crossing Europe, schaffte ich es auch einmal aufs Festival – und dies wird nicht das letzte bleiben. Es folgt eine Hommage an eine großartige Woche in Moviemento, CityKino, Kapu und Ursulinensaal. 

Mittwoch:
Das Crossing Europe beginnt traditionell mit den sechs Eröffnungsfilmen. Bestens ausgewählt ist hier wohl für jeden etwas im Programm. Von Dokumentationen über Spielfilmen zu Horrorscreenings ist jedes Spektrum abgedeckt und macht spätestens nach der Nightline #1 Lust auf die weiteren sechs Tage.

Crossing Europe: ab ins Kino!

 

Donnerstag:
Der erste klassische Kino-Tag und das erste mal Kroko, Cafe Stern und Solaris. Leider verregnete der Donnerstag noch den goldenen Container, kulinarisch ist man trotzdem genau so gut eingedeckt wie mit der Filmauswahl. Am ersten Blick schreckt das Programm wohl jeden ab. Wie soll man so viele Filme an einem Tag unterbringen, ohne auf Essen und Getränke zu verzichten? Und wie schafft man es, noch fit genug für die Nightline zu sein?

Mittlerweile legendär: die Crossing Europe-Nightline

Freitag:
Leicht angeschlagen von den Nightlines der letzten Tage schleppt man sich dann doch irgendwie schon Mittags aufs Festival mit dem Wissen: es werden die nächsten Tage nicht weniger anstrengend, aber auch nicht weniger schön. Man bekommt auch langsam ein Gefühl für die Filmauswahl und wie viele Pausen notwendig sind für ein entspanntes Festival. Die Auswahl der Filme ist jedoch noch immer nicht leicht. Oft denkt man sich, die Beschreibung sagt einem besonders zu, und man wird enttäuscht und umgekehrt. Dies macht das ganze jedoch so spannend und man fängt auch langsam an sich mit anderen Besuchern auszutauschen, um teils hitzige Diskussionen über Filme zu entfachen.

Kino, Kino, Kino: 1182 Filme standen am Crossing Europe 2018 zur Auswahl

 

 

Samstag
Jetzt denkt man sich zum ersten Mal: wäre ich doch etwas früher Heim von der Nightline letzte Nacht. Das Essen im gelben Krokodil und das erste Bier bei Sonnenschein beim goldenen Container lassen die Spuren der letzten Nacht aber schnell vergessen und man ist nach kurzem Austausch über die heutigen Filme, welche teils zum zweiten Mal laufen, bereit für das erste Screening am Tag. Etwas müde vom Essen davor sitzt man dann in der Vorführung und merkt, wie entspannt man sich mittlerweile fühlt. Dieses Gefühl verlässt einem dann auch den ganzen Tag nicht mehr und man ist wieder motiviert für die nächste Nightline. L.A Salami treibt dabei die Lust zum Tanzen in die Höhe und man kann behaupten: die Veranstalter haben nicht nur Ahnung von Filmen, sondern auch von Musik.

Sonntag:
Mittlerweile ist man es gewohnt, leicht „übernachtig“ Mittags aufs Festival zu kommen und erst einmal zu relaxen und den letzten Tag Revue passieren zu lassen. Nicht selten kommt es auch schon vor, den ein oder anderen Film, den man eigentlich sehen wollte nicht anzusehen. Sei es nun nach Empfehlungen anderer, oder weil man die Sonne bevorzugt. Wie immer bieten hier der goldene Container und der Gast-Garten der Kapu bestens Gelegenheit, um auf die nächste Vorstellung zu warten.

Muss auch mal sein: eine Pause am OK Platz

Montag:
Nachdem die Nightline an einem Sonntag eher spärlich besucht ausfällt, kommt man Montags noch ein letztes Mal top motiviert zum Festival am OK Platz. Noch einmal ab in die Filme und den Tag genießen. Da viele am Montag trotz „Zwickeltag“ arbeiten müssen, läuft der Nachmittag entsprechend ruhig ab. Nur für die finale Vorstellung am Abend stehen die Leute nochmal an und man darf auf die letzte Nightline vorm Feiertag gespannt sein. Hoffentlich wird es nicht zu anstrengend, damit man für die Preisträger_innen Filme am letzten Tag im City-Kino fit ist.

Falls man also heuer noch immer nicht im Besitz eines Festivalpasses war, sollte man dies 2019 unbedingt nachholen und eine Woche voller dunkler Kinosäle und sonniger Stunden am OK Platz nachholen!

Crossing Europe 2018: Housewife

Der Film „Housewife“ von Can Evrenol handelt  von einer erwachsenen Frau namens Holly, die in ihrer Kindheit ein zutiefst schlimmes Ereignis mitansehen und -erleben musste. Ihre Mutter ertrank ihre Schwester in der Toilette und tötete daraufhin ebenfalls den Vater, der diese Tat verhindern und Holly beschützen wollte. Diese Tragödie schwirrt immer noch in dem Kopf von Holly, die bereits erwachsen und mit einem erfolgreichen Autor verheiratet ist, herum. 

Der „Horrorfilm“, der realitätsnahe und ebenso sehr fiktiv von Can Evrenol aufbereitet wurde, ist zugleich spannend, aber im Moment auch sehr verwirrend. Man wird anfangs mit einer tragischen und realen Geschichte konfrontiert, die allerdings nach und nach immer komplexer und unrealistischer seinen Verlauf nimmt.

Holly, die Hauptakteurin, wird ab und an durch Alpträume geplagt aufgrund des schlimmen Ereignisses in ihrer Kindheit. Als sie eines Tages einen Guru einer esoterischen Sekte kennen lernt, der sie heilen möchte, wird man in eine konfuse Geschichte eingeladen. Wirklichkeit und Wahn, Realität und Fiktion, sowie Vergangenheit und Zukunft verflechten sich. Durch die Vermischung der einzelnen Elementen, wird man durchaus zum Nachdenken angeregt. Im Nachhinein erkennt man auch in der Geschichte einen roten Faden, der sich bis zum Schluss durchzieht. Das Ende ist allerdings völlig surreal und brachte auch viele Filmzuseher zum Lachen. Jedenfalls merkt man die Bemühungen die hinter dieser sehr einfallsreiche Idee steckt und es ist ebenso erwähnenswert, dass Can Evrenol bei seinen Filmaufnahmen sehr auf detailreiche Szenen und passende „Horror“-Musik achtete.

Es gab Momente oder Szenen, die einen zum Erschrecken, zum Schmunzeln oder Lachen brachten. Die plötzlichen Schreckensmomente während beispielsweise Holly mit ihrem Mann und mit Freunden in einem Restaurant gemütlich plauderte und wie aus dem Nichts eine Hand ihre Schulter berührte – oder der lustige für uns nicht vorstellbare Klogang in der Badewanne oder im Waschbecken, da Holly durch das Mitansehen bei der Ertränkung ihrer Schwester in der Toilette ein Trauma erlitt und somit nicht mehr das Klo benutzen kann. Ein sehr lustiger Bestandteil des Filmes, der die Verwirrtheit ein bisschen auflockern konnte.

Housewife
Can Evrenol
Türkei / Frankreich 2017
DCP /color
82 Minuten
Englisch / Türkisch
eOF
www.crossingeurope.at

April 30 2018

Crossing Europe 2018: NIC JAKO DŘÍV / Nothing Like Before

Die Dokumention „Nothing Like Before“ zeigt im Stile eines Spielfilms anhand von vier Episoden das Leben von fünf jungen Erwachsenen in einer kleinen, tschechischen Grenzstadt. Der Film zeigt die Scheidewege zwischen Kindheit und dem Erwachsenwerden und wie die jungen Protagonisten und Protagonistinnen versuchen diese zu meistern bzw. sie überhaupt als solche zu erkennen. 

Das Hinausziehen in die Welt der Erwachsenen sowie die damit verbundene Verantwortung ist in der Kunst ein gern behandeltes Thema. Auch diese Produktion versucht den Nebel dieser Lebensphase filmisch einzufangen, um ihn in die Kinosäle zu blasen. Gleich vorweg – das ist Lukáš Kokeš und seiner Partnerin Klára Tasovská gelungen. Der Film hat vor allem durch die an Spielfilme angelehnte Erzählweise keine Längen und ist im Geschehen schnell voranschreitend. Die porträtierten Jugendlichen liefern dazu mit ihren Leben den nötigen Inhalt. Drogen, lange Partynächte, ungewollte Schwangerschaften, sowie eine hartnäckige Distanz zu den Konsequenzen, die solche Dinge mit sich bringen.

Der Film ist vor allem eine sehr intime Dokumentation der Leben dieser fünf Darsteller und Darstellerinnen. Besuche bei der Sozialbetreuerin fehlen genau so wenig wie Schilderungen von belastenden Familienverhältnissen. Die große Stärke ist, dass der Film seine Authentizität aufrecht hält, während er gleichzeitig nie wirklich als Dokumentation wirkt. Spürbar ist auch, dass sich die Jugendlichen wohl fühlen in dem Licht, das auf sie geworfen wird, was den Film damit ungemein nah an und in die Leben dieser Menschen rückt. Der Film erzählt die Geschichten der jungen Menschen jedoch nicht zu Ende, sondern gibt nur skizzenhaft einen Einblick in ihre Leben – und wie sich die Zukunft dieser Personen gestalten könnte.

Nothing Like Before
Lukáš Kokeš, Klára Tasovská
Tschechien 2017
DCP / color
92 Minuten
Tschechisch
OmeU
www.crosisngeurope.at

Crossing Europe 2018: Dying

Als Luis seiner Frau Marta im gemeinsamen Urlaub von seinen negativen CT-Ergebnissen erzählt, ist schnell klar: es wird keine einfache Zeit auf das Ehepaar zukommen. Regisseur Fernando Franco versucht dabei vor allem die Sicht von Marta, die bald ihre Rolle als Frau abgeben muss und grundsätzlich nur noch eine Pflegerin ihres Mannes ist, näher zu beleuchten.

Luis Vater starb an der selben Krankheit, die ihm diagnostiziert wurde. Deshalb will er sich und seiner Frau Marta diese Qualen ersparen und möchte sich nicht behandeln lassen. Marta kann dies jedoch nicht verstehen und bringt Luis dazu, sich operieren zu lassen. Anfangs sieht es noch aus, als hätte Luis das Gröbste überstanden, allerdings wird mit Dauer des Films klar: es besteht keine Chance mehr für Luis. Und als ob die Tatsache, dass Luis sterben wird, nicht schon schwer genug für Marta zu verkraften ist, muss sie sich auch noch rund um die Uhr mit den Stimmungsschwankungen ihres Mannes abkämpfen und ihn noch dazu pflegen.

Der Blick in die ungewisse Zukunft

Nach und nach spürt man als Kinobesucher, wie schwer einem dieser Film und dieses traurige Thema im Magen zu liegen beginnt. Man überlegt oft „wie würde man selbst damit fertig werden?“. Hat man dann vielleicht einen ähnlichen Fall schon einmal in seiner Familie miterlebt, ist „Dying“ wohl ein Film, der nicht so schnell aus den Köpfen verschwindet.

Wirklich außergewöhnlich ist auch die schauspielerische Leistung der beiden Hauptcharaktere,  Andrés Gertrúdix & Marian Álvarez, die, wie wir im Q&A erfahren, auch im echten Leben seit vielen Jahren ein Paar sind. Mit Sicherheit also keine leichte Aufgabe einen solchen Film als Partner zu spielen, aber für das Gefühl der Echtheit der Emotionen wohl die beste Besetzung.

Dying
Fernando Franco
Spanien 2017
DCP / color
104 Minuten
Spanisch
OmeU

Crossing Europe 2018: A Woman Captured

Wir schreiben das Jahr 2018 – und wohl jedem sind die Geschichten der Mägde und Knechte der Bauernhöfe noch bekannt. Mittlerweile denkt man, diese Form der Sklaverei sei vorüber. „A Woman Captured“ von Bernadett Tuza-Ritter zeigt das Leben einer ungarischen Frau, die noch heute unter eigentlich nicht vorstellbaren Bedingungen einer Familie diente. Der Preis für die beste Dokumentation am Crossing Europe2018  ging verdient an dieses hart zu verdauende Schicksal.

 

Marisha arbeitete elf Jahre für eine Frau Namens Eta, der sie ihr geringes Gehalt, welches sie in einer Fabrik, in der sie täglich zwölf Stunden in der Nacht arbeitete, überwies. Dafür bekam Marisha nur Zigaretten und die Reste des Essens, welches sie für Etas Familie täglich zubereitete. Ebenso musste sie täglich das Haus putzen und durfte dieses nur nach Erlaubnis von Eta verlassen. Machte sie einen Fehler, oder wurde ihr ein Fehlverhalten vorgeworfen, kam es nicht selten vor, dass Marisha von Eta verprügelt wurde. Kein Wunder also, dass Marisha ihre Flucht plant. Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter hilft ihr bei dieser und es entsteht eine herzerwärmende Bindung mit Happy End.

Marisha bei einer ihrer seltenen Zigarettenpausen

„A Woman Captured“ zeigt in einer aufregenden Dokumentation auf, dass Sklaverei noch immer kein lang vergangenes dunkles Zeitalter ist, sondern auch heutzutage ein gesellschaftliches Problem darstellt. Auch wenn es Marisha, im bürgerlichen Namen übrigens Edith, gelungen ist, sich zu befreien, leben noch immer geschätzt 45 Millionen Menschen in moderner Sklaverei.

A Woman Captured
Bernadett Tuza-Ritter
Ungarn 2017
DCP / color
89 Minuten
Ungarisch
OmeU
Weitere Vorstellung: PREISTÄGER_INNENFILM Dienstag 01.05.18 ab 18.30 Uhr CityKino

Crossing Europe 2018: CHARMØREN / The Charmer

Milad Alamis Spielfilmdebüt zeigt die Geschichte des jungen, in Dänemark lebenden Iraners Esmail. Um im Land bleiben zu dürfen muss er eine Frau finden, was er akribisch versucht. Stück für Stück offenbart der Film die verschiedenen Facetten von Esmials Leben, die sich erst im Finale zum großen Ganzen zusammenfügen lassen. 

„I can’t marry you, because I love“ ist ein Satz gegen Ende des Films der Esmails Leben in Dänemark auf de Punkt bringt. Anfänglich nach Europa aufgebrochen um seiner Familie ein besseres Leben bieten zu können bzw. sie eines Tages nachzuholen, verstricken ihn seine Taten, und vor allem seine durch Verzweiflung bedingte moralische Gleichmut immer mehr in komplexe und belastende Situationen. Anstatt eine Frau für eine Scheinehe zu finden, verliebt er sich in die junge Studentin Sara, ebenfalls iranischer Abstammung. Nach und nach entwickelt sich eine romantische Beziehung zwischen den beiden, die jedoch nie vollständig erblüht, weil sie nicht vollständig erblühen kann. Der Grund dafür bzw. das Ausmaß des oben erwähnten Zitats erfährt der Zuseher, obwohl schon erahnt, erst am Schluss.

Die Stärke von „The Charmer“ liegt nicht nur in der sorgfältig erzählten Geschichte sondern auch von den kraftvollen schauspielerischen Leistungen, allen voran die von Ardalan Esmaili, der Esmails inneren Konflikt herausragend auf die Leinwand überträgt. Neben seinem Doppelleben und seiner stetigen Angst vor der Abschiebung sind auch die Konsequenzen seiner nächtlichen Frauensuche eine Quelle der inneren Zerissenheit. Tropfen für Tropfen rinnt in ein volles Fass, bis dieses am Ende schließlich übergeht und das Leben des Protagonisten an allen Ecken auseinanderbricht. „The Charmer“ ist ein gelungenes Sinnbild für das Vereinbaren von Vergangenheit und Zukunft in den moralischen Wirren und Grauzonen eines menschlichen Lebens. Der Film zeigt die Fragilität die das Streben nach einem besseren Leben mit sich bringt.

Charmøren / The Charmer
Milad Alami
Dänemark / Schweden 2017
DCP / color
100 Minuten
Dänisch / Englisch / Farsi
OmeU
www.crossingeurope.at

 

Crossing Europe 2018: My Life with James Dean

Verwirrend, aber lustig – so ist der Eindruck des neuen Werkes von Dominique Choisy. Der Film „My life with James Dean“ ist weniger ein Tribute an den großartigen Schauspieler, sondern mehr eine verschachtelte Story eines Filmproduzenten.

Hier handelt es es sich um einen Film im Film von Dominique Choisy.  „Ma vie avec James Dean“ ist der Name des Filmes, welcher Regisseur Géraud Chamreux (gespielt von Johnny Rasse) berühmt machen soll. Géraud wird von einer unbekannten Kinoprogrammiererin eingeladen, seinen Debütfilm bei ihr zu vorzustellen. Die Reise dorthin gestaltete sich für den Protagonisten schon sehr schwierig. Nicht genau wissend wohin es geht wurde ihm auch noch das Handy gestohlen – und von seiner Vorführung im Kino wusste niemand Bescheid.

Seine erste Vorstellung wurde nur von einer Person besucht – aus Mitleid schaute auch der Filmvorführer, ein junger Mann, den Film mit an. Géraud betrank sich während der Projektion an der angrenzenden Bar – so sehr, dass er am Ende weder rede- noch gehfähig war. Im Rausch bestach er den Filmvorführer mit dem eben am Spielautomaten gewonnen Geld – um doch mehr Tickets zu verkaufen. 100 mehr, um genau zusein. Von diesem Filmvorführer wurde er dann auch in sein Hotel gebracht.

Die Absurdität geht weiter: der Vorführer verliebt sich in den Filmproduzentin, die unbekannte Kinoprogrammiererin hat Troubles mit ihrer Geliebten, die schüchterne Rezeptionistin vom Hotel möchte Schauspielerin werden, der eigentliche Geliebte vom Filmproduzenten erscheint auf der Bildfläche samt seiner Frau und zwischendurch wird erscheint auch der 1955 verstorbene Schauspieler James Dean in Form eines Zombies. Das Ganze passiert, während Géraud Champreux seinen Film in den provinziellen Kinos vorstellt und die Ereignisse parallel mitschreibt für den nächsten Film.

Viele verschiedene einzelne Handlungsstänge treffen aufeinander, welche aber auch als gesamtes leider oft keinen Sinn machen. Hier und da mal kleine Informationsfetzen lassen sich auch am Schluss nicht zu einem zusammenhängenden Bild verarbeiten. Zum Beispiel ist die Bollywood-Andeutung immer noch unklar. Genauso wie die eigentliche Rolle des James Dean. Zum Lachen wird man trotzdem gebracht, einfache Slapsticks wie etwa die Verfolgungsjagd lockern den Film etwas auf.

MA VIE AVEC JAMES DEAN / My Life with James Dean

Dominique Choisy

Frankreich 2017
DCP / color
108 Minuten
Französisch
OmeU
www.crossingeurope.at

Crossing Europe 2018: The Heart

Fanni Metelius nimmt mit ihrem ersten Film das Publikum am Crossing Europe Filmfestival auf eine emotionale Reise. Zwischen dem Finden der Großen Liebe und der eigenen Identität liegt die Geschichte der jungen Fotografin Mia. 

Fannis Metelius Debütfilm handelt von der Geschichte einer jungen Fotografin in Schweden. Der Film beginnt, dort wo viele Liebesfilme aufhören. Mia die Schwedin zieht nach Stockholm zu ihren Freund Fesfay. Die Fotografin wird von der Filmemacherin selbst gespielt – was ein gutes Zeitmanagement, laut Aussagen von Fannie Metelius, benötigt, gleichzeitig den Film zu produzieren und die Hauptrolle zu spielen. Ihr Freund Fesfay ist Musikstudent und produziert selbst auch Musik. Gespielt wird der junge Herr von Ahmed Berhan – der eigentlich kein Schauspieler ist, sondern durch Stand-up-Comedy bekannt wurde.

Die junge Liebe zwischen Mia und Fesfay musste bald dem Alltag weichen. Normalität wirkt vernichtend auf das junge Paar. The Heart arbeitet nicht mit einem ausgefallenen Storyboard, sondern beschrä nkt sich auf einen Plot, der jedem Paar bekannt ist. Wie geht man mit Langeweile und Antriebslosigkeit vom Partner um? Was ist der Grund, warum die sexuelle Anziehungskraft nachlässt und statt täglich Sex nur noch alle heilige Zeit die gemeinsame Aktivität stattfindet? Besonders Mia leidet unter diesen Umständen – sie wird vor der Beziehung als lebhaftes Mädchen gezeigt, welches immer unterwegs ist und gerne Partys bis in die frühen Morgenstunden feiert. Nach und nach erkennt man die Einflüsse der Beziehung: anstatt viel unterwegs zu sein, zockt sie mit ihrem Freund auf der Couch. Immer wieder versucht sie die Beziehung lebendiger zu gestalten – scheitert aber immer wieder an der Passivität ihres Partners. Im Film selbst meint Fesfay, dass alles, was er liebt in die Brüche geht, so wie die Beziehung – er hätte keine Motivation und Kraft mehr aktiver zu sein. So kommt es, dass Mia mit ihm Schluss macht.

Ihre Freundinnen schleppen sie nach der Trennung auf eine Reise, zu einem südlich gelegenen Strand – wo Mia nicht nur sich selbst wieder findet, sondern auch ihre eigene Sexualität. Fannie Metelius schließt hier den Kreis – zu Beginn des Filmes war Masturbation ein Thema, mit dem die Hauptdarstellerin kaum was anfangen konnte. Für Mia war Sex vor der Beziehung mit Fesfay etwas Unverbindliches und deswegen Masturbation etwas völlig Überflüssiges. Nach einer 2-Jährigen Beziehung denkt sie anders.  Selbstbefriedigung wird hier als letzter fehlender Schlüssel zur Selbstfindung und zur Findung des eigenen Genders dargestellt. Diese Szenen waren für Fannie Metelius der Grund, warum sie auch die Rolle der Hauptdarstellerin übernahm – mit den doch sehr intimen Szenen wollte sie keine Schauspielerin überfordern.

The Heart ist für mich ein Film, der mich persönlich am heurigen Crossing am meisten berührt hatte. Fannie Metelius lässt einen mit ihrem Werk in ein zartes Konstrukt von Liebe und Unsicherheit eintauchen und appelliert gleichzeitig an den eigenen (feministischen) Reifeprozess.

HJÄRTAT / The Heart

Fanni Metelius
Sweden 2018
DCP / color
99 minutes
Swedish
OmeU
www.crossingeurope.at

 

April 29 2018

Crossing Europe 2018: Black Sea

Eine herzergreifende Geschichte über zwei Frauen, die so unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemma, eine etwas ältere Frau aus Italien und Angela, eine eher jüngere Frau aus Rumänien, kommen sich durch eine Begegnung aus ursprünglich geschäftlicher Natur näher: die Pflege. Während dieser Zeit ändert sich vieles in den Leben der beiden Frauen, die sich wiederum immer gegenseitig, auch nur mit wenigen Worten, unterstützend zur Seite stehen.

Bei dem Film Black Sea von Frederico Bondi geht es hauptsächlich um zwei Themen: um die emotionale Beziehungsgestaltung der beiden Frauen und um den gesellschaftspolitischen Aspekt – Pflege. Wie auch Ada Solomon (Ko-Produzentin) kurz vor Beginn des Filmes erwähnte, ist es auf eine Art und Weise sehr „schräg“, dass viele für die Pflege ihrer Angehörigen eine Pflegekraft aus dem Ausland holen, besonders aus Rumänien, obwohl man rumänische Menschen oftmals ausgrenzt. Inländische Personen werden kaum in Anspruch genommen, da die Kosten zu hoch sind. Aber deswegen Menschen aus einem Land zu holen, welches man selber möglicherweise „verabscheut“? Sehr paradox und unmoralisch! Aber es hat ein Fünkchen Wahrheit in sich.

Im Film treffen zwei Frauen mit unterschiedlichen Lebensweisen und -welten aufeinander. Gemma, die ältere Frau, ist gut bürgerlich in einem etwas südlicheren Land aufgewachsen und ist möglicherweise auch streng erzogen, was man allerdings aus dem Film nicht erfährt. Jedoch kann sie sehr laut, unangenehm und gemein werden, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht.


Angela, die junge Frau, kommt aus einer kälteren Gegend, in der Pferdekutschen und Boote als Transportmittel zur Normalität gehören. Auch bekommt ihr Mann Adrian nur 100€ pro Monat. Für die ältere Italienerin ist dies komplett fremd und so weit hergeholt, dass man ihre Schockiertheit und ihr Mitgefühl kurz merken konnte. Ab diesem Zeitpunkt hatte sich auch in ihrer Beziehung etwas verändert.

Anfangs konnte man merken wie Gemma ihre Machtposition sehr oft ausnutzte. Sie nannte Angela nicht bei ihrem Namen, sondern bei dem Namen ihrer Vorgängerin. Ihr passten die Lebensmittel nicht, die Angela mit ihrem Geld einkaufte und vieles mehr. Obwohl zu Beginn kaum jemand viel Text hatte, konnte man sich auf Mimik, Gesten und allgemeine Körpersprache konzentrieren. Bemerkenswert war die positive und gutmütige Ausstrahlung der Pflegekraft Angela, während Gemma sehr kühl und grob zu ihr war. Beide sind oftmals sehr irritiert, da sie sehr unterschiedliche Reaktionen auf bestimmte Situationen zeigen. Die eine auf eine etwas ruhigere Art, die andere auf eine etwas impulsive Art.

Die Beziehungsgestaltung entwickelt sich ins Positive. Nach und nach nähern sich die beiden unterschiedlichen Frauen an, indem sie über ihre Männer und über die verschiedenen Lebensweisen reden. Zum Schluss hin bemerkt man, dass die Beziehung schon so wertvoll ist, dass die ältere Dame Gemma ihre Pflegekraft Angela nach Rumänien begleitet, um den verschwundenen Mann von Angela zu finden. Übrigens ist der Partner von Angela ein paar Mal eingeblendet worden: einmal sitzend auf dem Boot, gehend auf einer Landstraße, liegend im Bett usw. Diese kurzen „Einblendungen“ sind für mich sehr interessant gewesen, da ich sofort ein Bild von ihm vor Augen hatte. Ebenso wird dadurch Spannung aufbereitet und es wurde nie langweilig.

Diese Geschichte der beiden Frauen ist sehr berührend und spannend zugleich – sehr empfehlenswert!

MAR NERO / Black Sea
Federico Bondi
Italy / Romania / France 2008
35 mm / color
95 minutes
Italian / Romanian
OmeU

Crossing Europe: Tragikomödie bester Film - ORF.at


ORF.at

Crossing Europe: Tragikomödie bester Film
ORF.at
Beim Linzer Festival Crossing Europe sind am Sonntag die Preise vergeben worden: Als bester Spielfilm wurde Leonardo Mouramateus' „Antonio One Two Three“ ausgezeichnet, als beste Dokumentation „A Woman Captured“ aus Ungarn. Insgesamt wurden ...

Filmfestival Crossing Europe: Risse im sozialen Gefüge - derStandard.at


derStandard.at

Filmfestival Crossing Europe: Risse im sozialen Gefüge
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Es ist einer der großen Vorzüge von The Gulf, dass der Film diese Fäulnis nicht bestimmt. So bleibt er offen für politische Lesarten, gewinnt aber keine überdeutlichen Konturen. Emre Yeksan imaginiert den schleichenden Zerfall einer Zivilisation.

und weitere »

Linz - Filmfestival Crossing Europe: Risse im sozialen Gefüge

In Linz zeigt sich das junge Kino erfinderisch. Der Hauptpreis geht an die Tragikkomödie "António um dois três"

April 28 2018

Crossing-Europe-Blog - Tag 3: Leidenschaft mit Chilly Gonzales

Rund ums Wochenende schwappt das Festival aus dem Kinosaal in die benachbarten Orte über. Im Kino sorgt das kanadische Enfant terrible für Spaß.

Sechs Tipps für's Crossing-Europe-Wochenende - nachrichten.at


nachrichten.at

Sechs Tipps für's Crossing-Europe-Wochenende
nachrichten.at
Die MeToo-Debatte bringt die sexuelle Belästigung als Thema dorthin, wo sie in Form von Übergriffen und Missbrauch seit Jahrtausenden stattfindet: in die Mitte der Gesellschaft. Fiona Rukschicos Film ist ein Film, der diese Entwicklung auf den Punkt ...

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Schweinderl